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im Foto: mein geliebter "Digga" Rokko
MEIN WEG INS BUSINESS
von "nööö, des is es ned" >> zu "yeahhh, des is es"
oder, wie ein 42-Kilo-dalmatiner mein leben so ziemlich auf den kopf stellte...
EIN HUND ZIEHT EIN
2006 - Rokko war damals acht Jahre alt, ziemlich fett und nicht gerade das, was man einen vor Lebensfreude sprühenden Hund nennt.
42 Kilo Hund. Und trotzdem mein Rokko.
Wir kannten und liebten uns bereits seit sechs Jahren und irgendwann passte einfach alles so zusammen, dass Rokko bei uns einzog.
Was soll ich sagen?
Es war herrlich.
Je schlanker Rokko wurde, desto lustiger wurde er.
Und irgendwann war er nicht mehr nur mein Hund, sondern ein richtiges Gfrast.
Eines, das ständig nur Blödsinn im Kopf hatte - wie wenn er in einen Jungbrunnen gefallen und wieder zum Teenie geworden wäre.
Und so einer, der mich immer perfekt um den Finger wickeln konnte.
Ich ließ es natürlich geschehen.
No na....
JETZT REICHT'S!
... Bis zu diesem einen entscheidenden Tag. Rokko lief eine Böschung hinauf. Zwei Züge rasten in entgegenentsetzten Richtungen vorbei. Und kein Rokko - ich sah ihn nicht - er kam natürlich nicht - die längsten Minuten meines Lebens...
Ich dachte nur noch: "Das war's - die Tränen liefen ohne Ende und nach einer gefühlten Ewigkeit, kam das "Gfrast" freudenstrahlend in nen Höllentempo auf mich zugelaufen.
In diesem Moment war mir klar: So kann das nicht weitergehen. Ich musste etwas unternehmen und wenn schon, dann gleich das ganze Programm. Nur eine Hundeschule besuchen kann jeder.
Also beschloss ich, eine Hundetrainerausbildung zu machen - dann würde ich endlich wissen, wie das mit Hunden wirklich funktioniert.
Dachte ich...
NORMALER HUNDETRAINER
nööö, des is es ned...
Während der Ausbildung merkte ich allerdings immer deutlicher: "Des is es ned."
Zumindest nicht für mich.
Ich wollte nicht lernen, wie man den Hund „richtig" hinbiegt.
Ich wollte verstehen, was auf der anderen Seite der Leine passiert.
Beim Menschen.
Bei mir.
Denn ich merkte relativ schnell - wenn ich etwas an mir veränderte, veränderte sich auch mein Rokko.
Und plötzlich funktionierte es.
Rokko und ich wurden ein ziemlich entspanntes Traumpaar.
Da war sie geboren: meine Idee von einer anderen Art des Hundeumgangs.
MEIN WEG ZUR HUNDELADY
Die vielen und vorallem schnellen Erfolge mit meinem "Diggn" machten soviel Spaß, daß ich beschloß mich selbstständig zu machen.
2007 war alles - außer herkömmliche Hundeschulen - eher ungewöhnlich. Private Hundetrainer waren "neu". Martin Rütter, Cesar Millan no-names.
Heute reden viele über Mensch-Hund-Beziehungen, Bindung, Körpersprache und die Rolle des Menschen.
Doch für mich war klar: "Der Hund ist doch nicht das einzige Thema - ich machs anders."
Und so entwickelte ich meine Hundeumgangsberatung.
Nicht, weil ich die bessere Hundetrainerin sein wollte.
Sondern weil ich an mir selbst merkte und erkannte, es braucht nicht nicht der Hund ein neues Verhalten. Es benötigt primär der Mensch einen neuen Blick darauf."
Und genau das war mein Ding und so wurde ich DIE HUNDELADY.
Eine der besten Entscheidungen meines Lebens.
KEIN WEG INS TIERHEIM
Ich habe seit damals viele Frauen erlebt, die mit ihrem Hund schlicht überfordert waren.
Nicht weil sie ihren Hund nicht liebten.
Im Gegenteil.
Sie liebten ihn so sehr, dass sie manchmal gar nicht mehr wussten, was sie tun sollten.
Angst beim Spaziergang.
Stress.
Unsicherheit.
Ständige Konflikte.
Ein Hund, der nicht so "funktionierte", wie man sich das vorgestellt hatte.
Und manchmal stand irgendwann sogar die Frage im Raum: „Vielleicht kann ich ihn einfach nicht behalten."
Dabei waren es oft gar nicht die großen Dinge.
Manchmal waren es ein paar kleine Veränderungen.
Ein anderer Blick - oder noch besser viel weniger Blicke...
Ein anderes Verhalten.
Mehr Klarheit.
Und plötzlich wurde für die Ladies und deren Hunden - aus einem ziemlich anstrengenden Zusammenleben, ein echtes Miteinander.
Das war und ist für mich DIE HUNDELADY.
Und Rokko?
Der war mein bester Lehrmeister.
Danke, mein Digga.
UND DANN KAM DIE "IT-BUDE"
Vor und anfangs der HUNDELADY arbeitete ich in einer kleinen, finanziell eher maroden IT-Bude, meine Güte war mir da immer fad, um spätestens 10.00 Uhr hatte ich bereits alles erledigt.
Auch nicht gerade mein erfüllender Traumjob ...
Vier Leute.
Nicht gerade Silicon Valley.
Ich wollte den Job eigentlich längst aufgeben, weil mich DIE HUNDELADY ordentlich beschäftigte, nen Riesenspaß machte und ich es mir mittlerweile auch finanziell leisten konnte.
Doch der Geschäftsführer – einer meiner besten Freunde – erkrankte schwer.
Also blieb ich.
Bis er wieder zurückkam.
Er kam nicht zurück.
Er starb...
Und plötzlich stand diese kleine IT-Bude ohne ihren Geschäftsführer da.
Nach einigem Hin und Her erklärte ich mich bereit, die Geschäftsführung zu übernehmen.
"Übergangsweise." - Das Wort darf man sich ruhig merken.
Denn aus „übergangsweise" wurden fast zwölf Jahre...
AUS DER IT-BUDE WURDE EIN UNTERNEHMEN
Aus vier Leuten wurden zeitweilig dreißig.
Aus einer finanziell eher maroden Firma wurde ein erfolgreiches IT-Unternehmen.
Wir hatten in kurzer Zeit ein traumhaftes Büro, tolle Kunden und richtig gute Geschäftsjahre.
Und ich?
Ich war mittendrin.
Ich liebte die Herausforderungen.
Entscheidungen treffen.
Probleme lösen.
Verantwortung übernehmen.
Menschen führen.
Unternehmen entwickeln.
Das konnte ich.
Und ich machte es verdammt gern.
Nur eines konnte ich immer schlechter: "mich selbst dabei nicht zu verlieren..."
DIE HUNDELADY
AM ABSTELLGLEIS...
Meine Firma DIE HUNDELADY trat immer mehr in den Hintergrund. Wurde immer weniger...
Nicht weil sie mir weniger bedeutete.
Sondern weil das Leben plötzlich ziemlich laut geworden war.
Ich hatte Verantwortung für Mitarbeiter und Kunden.
Und ich wusste auch:
Mit meinem Geschäftsführer-Einkommen und über "mein" IT-Unternehmen konnte ich deutlich mehr spenden, als ich es alleine jemals gekonnt hätte.
Also machte ich weiter.
Und weiter.
Und weiter.
Das Problem?
Ich war irgendwann nicht mehr glücklich.
Nicht wegen der Arbeit an sich.
Die Herausforderungen lagen mir im Blut.
Aber das Rundherum wurde immer schwieriger.
Streitereien.
Intrigen.
Machenschaften.
Entscheidungen, die immer mehr Kraft kosteten.
Ich fühlte mich irgendwann, als würde mir jemand langsam die Luft herauslassen.
Jede noch so einfache Sache wurde zum Kraftakt.
Und irgendwann wusste ich: "So geht es nicht mehr weiter, doch einfach "gehen" konnte ich nicht - hatte ich doch Verantwortung gegenüber meiner Mitarbeiter, den Vereinen die ich unterstützte und natürlich gegenüber meiner Kunden."
DANN KAM DIE WENDE
viel schneller als gedacht , und viel "uncharmanter"...
Einer meiner engsten Mitarbeiter und Vertrauten wollte meinen Job.
Es folgten Intrigen, Verleumdungen und was so alles noch dazugehört. Das volle Programm – so, wie wir es eigentlich nur aus Filmen kennen. Hollywood pur.
Ich wurde aus meiner eigenen Position gedrängt.
Und ich muss gestehen: Der gesamte Komplott war recht gut eingefädelt – so gut, dass meine (naiven) Mitgesellschafter alles glaubten, was ihnen aufgetischt wurde.
Es war eine richtig heftige Zeit.
Eine Freundin von mir – selbst erfolgreiche Unternehmensberaterin und Gerichtssachverständige – meinte später, sie hätte in ihrer gesamten Karriere noch nie etwas Vergleichbares erlebt oder gehört.
Tja. „Normal" ist eher selten in meinem Leben.
Ich schrei anscheinend viel zu oft unbewusst „HIER!"
Und jetzt kommt das Verrückte:
MEIN ERSTER GEDANKE: ICH FÜHLTE MICH ENDLICH FREI!!!
Ich hatte endlich Zeit.
Zeit für mich.
Ich machte wochenlang fast nichts.
Herrlich.
Wobei „nichts" natürlich relativ ist.
Ich machte ziemlich viel.
Nur eben nicht mehr, weil ich musste.
Sondern weil ich wollte.
Und rückblickend denk ich mir tatsächlich:
"Vielleicht sollte ich diesen Menschen für ihre miesen Aktionen fast dankbar sein."
Denn sie hatten etwas beendet, das ich selbst viel zu lange nicht beenden konnte.
DER NEUSTART
Ich begann, mich immer intensiver mit mentaler Stärke, positivem Denken und Bewusstsein auseinanderzusetzen.
Nicht aus einem Lehrbuch heraus.
Sondern weil ich selbst wissen wollte: "Wie schafft man es und wie steuert man dagegen, wenn das Leben gerade überhaupt nicht nach Plan läuft?"
Ich entwickelte meine eigenen Methoden.
Bildete mich weiter.
Probierte aus.
Verwarf.
Veränderte.
Lernte.
Und stellte irgendwann fest: "Ich hatte mich selbst ziemlich gut aus meinem eigenen Schlamassel herausgeholt - hinfallen > kurz liegenbleiben > ne Runde jammern > aufstehen > Cappy richten > entschlossen weitergehen! MEIN GELEBTES LEBENSMOTTO!
Und ich wollte dieses Wissen nicht für mich behalten.
UND ROKKO WAR NICHT MEHR DA...
inzwischen war mein großer lehrmeister leider längst verstorben
Wir adoptierten weitere geliebte 4Beiner.
Spicky, mein wunderschöner, zeitweise extrem sturer, gemächlicher Bub - eine 52kg Bordeaux-Dogge.
Er starb 2017. Er wurde auf den Tag genau 11 Jahre - was für ein schmerzlicher Verlust für uns.
Parallel zu ihm kam auch meine wundervolle Gini - ebenfalls eine Bordeaux-Dogge mit schlappen 42kg.
Tapfer.
Einzigartig.
Und bis zu ihrer letzten Minute immer treu an meiner Seite, dafür danke ich dir Gini-Maus.
Sie begleitete mich durch eine Zeit, in der ich mein Lächeln ziemlich verloren hatte.
Und dann kam der nächste Abschied.
Gini starb 2021.
Nur sechs Wochen später starb auch meine Mukki.
Meine verrückte Nacktkatze.
Zwölf Jahre lang hatte sie jede Nacht in meinem Arm geschlafen.
Coolste Katze ever.
Bis zuletzt hatte sie ihre Fröhlichkeit nicht verloren.
Und plötzlich waren beide weg...

MEINE GINI
tapfer und einzigartig bis zur letzten Minute

MEIN COOLER SPIKIE
er liebte seine Family und wir liebten ihn ...

MEINE MUKKI
COOLSTE KATZE EVER
LÄCHELN HILFT & HEILT
Der Verlust all dieser geliebter Geschöpfe hat mir fast das Herz gebrochen.
Ich glaube nicht daran, dass Schmerz davon abhängt, ob jemand zwei oder vier Beine hat.
Liebe ist Liebe.
Schmerz ist Schmerz.
Punkt.
Ich habe in meinem Leben Menschen und Tiere verloren.
Doch ich finde:
"Ich muss nicht aufhören traurig zu sein, um wieder glücklich sein zu dürfen."
Ich darf traurig sein.
Und trotzdem lachen.
Ich darf jemanden vermissen.
Und trotzdem einen schönen Tag haben.
Ich darf weinen.
Und ich darf breit grinsen.
Wenn ich traurig werde, weil ich geliebte "Lebewesen" vermisse, hole ich mir einfach gemeinsame schöne Erinnerungen vor Augen.
Und dann huscht sofort dieses warme Lächeln über mein Gesicht.
Funktioniert?
Fast immer.
Und wenn nicht?
Dann eben morgen wieder.
UND SO GING'S WEITER...
so kam ich hierher wo ich heute bin und stehe
2021 bekam DIE HUNDELADY ihren Relaunch.
Mit neuen Themen, neuen Erfahrungen und einer noch klareren Ausrichtung.
Und irgendwann wurde mir klar:
Eigentlich ziehen sich all meine Erfahrungen durch dieselben drei Dinge.
Leben.
Job.
Hund.
Und dahinter steckt immer wieder dasselbe:
Der Mensch.
Seine Gedanken.
Seine Entscheidungen.
Seine Ängste.
Seine Stärken.
Seine Möglichkeiten.
Manchmal braucht es einen neuen Blick.
Manchmal Klarheit.
Manchmal jemanden, der von außen draufschaut.
Und manchmal braucht es einfach einen ordentlichen Schubs.
DESHALB GIBT ES HEUTE DREI WELTEN
Aus meinem Weg sind drei sehr unterschiedliche Themenbereiche und Angebote entstanden.
Ich kann endlich mit Überzeugung und mit vollem Herzen über meinen "Job" sagen: "GENAU DES IS ES!"
Und die Männer, die eine Frau an ihrer Seite zum Ausstausch und all ihre beruflichen Agenden verstehen und schätzen.
PEOPLE 4 SOCIAL
Wie ich bereits weiter oben kurz erwähnte, ist mir Spenden – nicht wahlloses Spenden, sondern gezielte Unterstützung – ein wichtiges Anliegen.
Deshalb beschlossen mein Mann Manfred und ich Anfang 2023, die NGO
PEOPLE 4 SOCIAL – gemeinsam für MENSCH. TIER. UMWELT.
zu gründen.
Der Erlös aus meinen drei Brands fließt direkt hinein und kommt jenen zugute, die sich für Mensch. Tier. Umwelt. engagieren und dabei selbst oft ums finanzielle Überleben kämpfen.
Meinen Beitrag zu leisten, die Welt zumindest ein kleines bisschen besser zu machen, ist meine gelebte Lebenseinstellung.
DREI BRANDS.
ZWEI WELTEN.
EINE IMPULSGEBERIN.
Das klingt heute ziemlich logisch.
Damals 2006 - zu Beginn meiner Story - war es das überhaupt nicht.
Damals war es immer nur:
„Des is es ned."
Also habe ich etwas verändert.
Und genau das würde ich heute auch dir mitgeben:
Du musst nicht schon wissen, wie dein ganzes Leben aussehen soll.
Du musst nicht den perfekten Plan haben.
Du musst auch nicht darauf warten, dass irgendwann alles leichter wird.
Aber vielleicht solltest du dir irgendwann ehrlich die Frage stellen:
"PASST DAS NOCH ZU MIR?"
Und wenn die Antwort Nein lautet?
Dann darfst du etwas verändern.
Vielleicht nur eine Kleinigkeit.
Vielleicht dein ganzes Leben.
Vielleicht brauchst du dafür jemanden.
Vielleicht schaffst du es allein.
Aber bitte vergiss eines nicht:
**Du hast immer mehr Möglichkeiten, als du gerade siehst.**
Ich weiß das.
Nicht aus einem schlauen Buch.
Sondern aus meinem eigenen Leben.
Und deshalb bin ich heute hier.
Nicht, weil ich für alles eine Antwort habe.
Sondern weil ich gelernt habe, die richtigen Fragen zu stellen.
Und weil ich verdammt gern dabei helfe, wenn jemand sein eigenes
„Des is es ned."
in ein
„Genau des is es."
verwandelt.
Baba - und vielleicht bis bald
Silvia
PS: Du willst sicher wissen, was nach meinem „Abschied" als CEO noch alles folgte?
Ich sag's nur kurz: Ein klarer Cut wäre bei mir anscheinend zu einfach oder zu normal gewesen ...
Was danach noch folgte, war so absurd, dass es eigentlich Stoff für eine eigene Geschichte wäre.
Aber auch das konnte mich nicht in die Knie zwingen. Im Gegenteil: Es hat mich um vieles stärker gemacht.
Vielleicht erzähl ich die Geschichte irgendwann mal.
↬ THAT'S ME, Silvia
PSPS: Eins noch. Der, der meinen Abschuß inszinierte bekam meinen Job nicht. Er verließ das Unternehmen, da keiner meiner Leute mehr mit ihm arbeiten wollte...